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Keratin: Wirkung, Unterschied zu Kreatin & Lebensmittel

Arthur George Morgan Cooper • 2026-07-12 • Gepruft von Oliver Weber

Jeder, der seine Haare vor dem Glätteisen schützen will, stößt auf Keratin – doch nicht alles, was als Keratin-Behandlung verkauft wird, ist gesundheitlich unbedenklich, und die Verwechslung mit Kreatin sorgt für Verwirrung. Dieser Ratgeber zeigt, wo die Wissenschaft klare Antworten gibt und wo Vorsicht geboten ist.

Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln: ca. 90 % des Haares bestehen aus Keratin ·
Anzahl der Keratin-Typen beim Menschen: 54 verschiedene Gene für Keratin-Proteine ·
Jährliche Haarglättungsbehandlungen weltweit: über 10 Millionen ·
Anteil Keratin in der äußeren Hautschicht: etwa 80 % der Epidermis

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • Bereits 2010 warnte die UA-BW vor neuartigen Haarglättungsmitteln mit verbotenem Formaldehyd (UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg)
  • Seitdem sind formaldehydfreie Alternativen auf dem Markt, aber die Kontrolle bleibt uneinheitlich
4Wie es weitergeht

Die wichtigsten Fakten zu Keratin im Überblick:

Keratin auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten
Merkmal Wert
Definition Sammelbegriff für wasserunlösliche Faserproteine
Vorkommen Haare, Nägel, Haut, Hörner, Federn
Anzahl menschlicher Keratin-Gene 54
Hauptfunktion Struktur und Schutz

Für was ist Keratin gut?

Aufbau von Haaren und Nägeln

  • Keratin ist ein Strukturprotein, das Haare, Nägel und die oberste Hautschicht bildet (BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber).
  • Etwa 90 % der Haarfaser bestehen aus Keratin – es verleiht dem Haar Elastizität und Widerstandsfähigkeit.
  • Die NIVEA Österreich – Haut- und Haarpflege-Marke bestätigt: Kreatin und Keratin werden häufig verwechselt, haben aber komplett unterschiedliche Funktionen.

Schutzfunktion für die Haut

  • Keratin bildet eine wasserabweisende Barriere in der äußeren Hautschicht (Epidermis) und schützt vor mechanischen sowie chemischen Einflüssen.
  • Die Cleveland Clinic (Cleveland Clinic – medizinische Fachinstitution) ordnet Keratin als essenzielles Strukturprotein für die Barrierefunktion der Haut ein.

Rolle bei der Wundheilung

  • Die Cleveland Clinic – medizinische Fachinstitution hebt hervor, dass Keratin eine aktive Rolle bei der Wundheilung spielt, indem es die Migration von Hautzellen unterstützt.
  • Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Keratin-basierte Wundauflagen die Regeneration beschleunigen können.
Fazit: Keratin ist weit mehr als ein Beauty-Inhaltsstoff. Es ist ein biologisches Schutz- und Strukturprotein, ohne das weder Haare noch Nägel oder Haut ihre Stabilität behalten würden. Wer gesunde Haare und Nägel haben möchte, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit den Bausteinen achten – nicht auf Marketing-Versprechen.

Diese Erkenntnisse helfen Verbrauchern, Keratin fundiert einzusetzen.

Was ist der Unterschied zwischen Keratin und Kreatin?

Chemische Struktur und Funktion

  • Keratin ist ein faserförmiges Strukturprotein aus langen Aminosäureketten – wasserunlöslich und mechanisch stabil.
  • Kreatin ist eine Aminosäureverbindung, die im Energiestoffwechsel der Skelettmuskulatur eine Schlüsselrolle spielt (Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht).
  • Die Verwechslung der beiden Begriffe ist weit verbreitet, wie NIVEA Österreich – Haut- und Haarpflege-Marke anmerkt, obwohl sie chemisch nichts miteinander zu tun haben.

Anwendung in Kosmetik vs. Sport

  • Keratin wird äußerlich in Haarpflegeprodukten und Glättungsbehandlungen eingesetzt.
  • Kreatin wird als Nahrungsergänzung für den Muskelaufbau genutzt – es hat keine nachweisbare Wirkung auf Haare oder Nägel.
  • Die Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht stellt klar: Keratin in Shampoos dringt nicht tief in die Haarstruktur ein, kann aber die Oberfläche glatter wirken lassen.

Nebenwirkungen und Risiken

  • Keratin selbst ist als natürliches Protein unbedenklich – problematisch sind Zusätze wie Formaldehyd in manchen Glättungsprodukten (UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg).
  • Kreatin gilt in üblichen Dosierungen als sicher, kann aber bei manchen Anwendern Magen-Darm-Beschwerden auslösen.
Die Verwechslungsfalle

Keratin und Kreatin klingen ähnlich, haben aber nichts gemeinsam. Wer nach einem Kreatin-Pulver fürs Fitnessstudio sucht, aber versehentlich zu Keratin-Shampoo greift, wird sportlich keine Fortschritte machen – und umgekehrt. Die klare Trennung: Keratin für die Haare, Kreatin für die Muskeln.

Fazit: Der Unterschied zwischen Keratin und Kreatin ist fundamental: Das eine ist ein Strukturprotein für Haare, Nägel und Haut, das andere eine Energiereserve für die Muskulatur. Wer sie verwechselt, kauft im Zweifel das falsche Produkt.

Diese Klarstellung beugt Fehlkäufen vor.

Wie gesund ist Keratin?

Vorteile für Haare und Nägel

  • Keratin füllt laut BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber oberflächliche Lücken in der Haarstruktur auf und reduziert Frizz.
  • Die Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht bestätigt: Keratin-Shampoos können kleine Brüche an der Haaroberfläche verschließen und das Haar weniger spröde erscheinen lassen.
  • Für Nägel gilt: Keratin stärkt die Nagelplatte und beugt Brüchigkeit vor.

Mögliche Risiken von Keratinbehandlungen

  • Die UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg warnte bereits 2010 vor Haarglättungsmitteln mit verbotenem Formaldehyd, das als ernstes Gesundheitsrisiko gilt.
  • Yogi Cosmetics – Kosmetik-Anbieter beschreibt Formaldehyd in Keratinbehandlungen als gesundheitlich problematisch, insbesondere für Anwender und Beschäftigte in Salons.
  • Die Elithair – Haartransplantations-Klinik weist darauf hin, dass zu häufige Keratinkuren einen Protein-Overload verursachen können, bei dem das Haar steif und brüchig wird.

Formaldehyd in Glättungsprodukten

  • Die UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg stellte 2010 fest, dass Keratin einen gewissen Effekt auf Haarvolumen und Glanz haben kann, aber die Risiken durch Formaldehyd überwiegen können.
  • Formaldehydfreie Alternativen sind inzwischen verfügbar, aber nicht immer klar gekennzeichnet.
  • Verbraucher sollten vor einer Behandlung gezielt nach der Inhaltsstoffliste fragen.
Vorsicht bei Glättungsbehandlungen

Wer sich für eine Keratin-Glättung entscheidet, sollte unbedingt auf formaldehydfreie Produkte achten. Die UA-BW hat bereits 2010 vor den Risiken gewarnt – und das Problem ist bis heute nicht vollständig verschwunden. Für Schwangere und Menschen mit Atemwegserkrankungen ist von chemischen Glättungen grundsätzlich abzuraten.

Fazit: Keratin als natürliches Protein ist gesundheitlich unbedenklich. Die Risiken liegen in den Zusatzstoffen von Glättungsbehandlungen, nicht im Protein selbst. Wer zu formaldehydfreien Produkten greift, kann Keratin sicher nutzen.

Diese Abwägung schützt vor unnötigen Gesundheitsrisiken.

Wer sollte kein Keratin verwenden?

Kontraindikationen für Keratinbehandlungen

  • Die UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg warnt seit 2010 vor Haarglättungsmitteln mit Formaldehyd, die ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen.
  • Personen mit Atemwegserkrankungen sollten von chemischen Glättungen absehen.
  • Bei zu häufiger Anwendung von Keratinkuren kann laut Elithair – Haartransplantations-Klinik ein Protein-Overload auftreten, der das Haar steif und brüchig macht.

Schwangere und stillende Frauen

  • Bei chemischen Glättungen mit potenziell formaldehydhaltigen Produkten raten viele Ärzte Schwangeren von der Behandlung ab.
  • Für reine, formaldehydfreie Keratin-Shampoos und -Kuren gibt es keine spezifischen Bedenken, aber im Zweifel sollte vorher ein Arzt konsultiert werden.

Welche Lebensmittel enthalten Keratin?

Tierische Quellen: Eier, Fleisch, Fisch

  • Keratin kommt natürlicherweise in tierischen Produkten vor – besonders reichhaltig sind Eier, Rindfleisch, Huhn und Fisch.
  • Der Körper kann Keratin aus den Aminosäuren dieser proteinreichen Lebensmittel selbst herstellen (BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber).
  • Gelatine, die aus Kollagen gewonnen wird, enthält ebenfalls Aminosäuren, die die Keratinproduktion unterstützen.

Pflanzliche Alternativen zur Förderung der Keratinproduktion

  • Der Körper kann Keratin auch aus pflanzlichen Aminosäuren synthetisieren – Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen liefern die nötigen Bausteine.
  • Biotin, Zink und Vitamin A fördern die Keratinproduktion (BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber).
  • Lebensmittel wie Süßkartoffeln, Karotten, Spinat und Mandeln sind reich an diesen Mikronährstoffen.

Nährstoffe, die die Keratinsynthese unterstützen

  • Biotinreiche Lebensmittel (Eier, Nüsse, Haferflocken) sind besonders wichtig für die Keratinproduktion.
  • Zink aus Fleisch, Hülsenfrüchten und Kürbiskernen unterstützt die Proteinbildung in den Haarfollikeln.
  • Vitamin A aus Karotten und Süßkartoffeln reguliert die Zellteilung in der Haut und den Haarfollikeln.
Der Baukasten für Keratin

Der Körper produziert Keratin nicht aus dem Nichts – er braucht die richtigen Aminosäuren und Mikronährstoffe. Wer auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Protein, Biotin und Zink achtet, versorgt seinen Körper optimal. Nahrungsergänzungsmittel sind meist überflüssig.

Fazit: Keratin selbst steckt vor allem in tierischen Produkten. Doch der Körper kann es aus pflanzlichen Aminosäuren selbst herstellen, wenn die Nährstoffversorgung stimmt. Auf reine Keratin-Ergänzungsmittel zu setzen, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist daher der beste Weg.

Keratin für die Haare: Wirkung und Anwendung

Wie Keratin das Haar stärkt

  • Keratin füllt laut BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber Lücken in der Haarstruktur auf und reduziert Frizz – das Ergebnis: glatteres, geschmeidigeres Haar.
  • Die Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht erklärt: Keratin-Shampoos dringen nicht tief in die Haarstruktur ein, können aber die Haaroberfläche glatter wirken lassen.
  • Die Wirkung hält je nach Produkt und Haartyp mehrere Wochen, bevor sie nachlässt.

Anwendung von Keratin-Shampoos und -Kuren

  • Keratin-Shampoos sind für die meisten Haartypen geeignet und können kleine Schäden an der Haaroberfläche verschließen (Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht).
  • Zu häufige Anwendung kann laut Elithair – Haartransplantations-Klinik zu einem Protein-Overload führen, bei dem das Haar steif und brüchig wird.
  • Eine Anwendung ein- bis zweimal pro Woche reicht in der Regel aus, um von der Pflege zu profitieren, ohne das Haar zu überlasten.

Professionelle Keratin-Glättung: Ablauf und Ergebnisse

  • Bei der professionellen Glättung wird eine Keratin-Lösung auf das Haar aufgetragen und mit Hitze (ca. 200–230 °C) versiegelt.
  • Die Elithair – Haartransplantations-Klinik warnt: Glätteisen mit 200 bis 230 Grad können die Schuppenschicht des Haares beschädigen, vor allem bei feinem oder vorgeschädigtem Haar.
  • Die Folge starker Hitze ist eher Haarbruch als echter Haarausfall aus der Wurzel (Elithair – Haartransplantations-Klinik).
  • Formaldehydfreie Alternativen sind verfügbar, aber oft teurer und weniger haltbar.
Fazit: Keratin in der Haarpflege kann die Haaroberfläche glätten und Frizz reduzieren. Wer zu einer professionellen Glättung greift, sollte auf formaldehydfreie Produkte achten und die Hitzebelastung nicht unterschätzen. Einmal pro Woche Keratin-Shampoo reicht für die meisten Haartypen aus.

Diese Richtlinien helfen, das Beste aus Keratin herauszuholen, ohne das Haar zu schädigen.

Keratin vs. Kreatin: Die Vergleichstabelle

Vier zentrale Unterschiede, die jeder kennen sollte, bevor er ein Produkt kauft:

Merkmal Keratin Kreatin
Chemische Klasse Strukturprotein (faserförmig) Aminosäureverbindung
Hauptfunktion Struktur und Schutz von Haaren, Nägeln, Haut Energiebereitstellung in der Muskulatur
Anwendungsbereich Kosmetik (Shampoos, Kuren, Glättungen) Sportnahrung (Muskelaufbau, Leistung)
Nebenwirkungen Formaldehyd-Risiko bei Glättungen; Protein-Overload möglich Magen-Darm-Beschwerden in hohen Dosen
Fazit: Die Tabelle macht es deutlich: Keratin und Kreatin haben nichts gemeinsam außer dem ähnlichen Klang. Wer seine Haare pflegen will, braucht Keratin. Wer seine Muskeln versorgen will, braucht Kreatin. Eine Verwechslung führt ins Leere.

Diese Einteilung vermeidet Verwechslungen und Fehlkäufe.

Vorteile und Nachteile von Keratin

Vorteile

  • Stärkt die Haarstruktur und reduziert Frizz (BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber)
  • Natürliches Protein – gesundheitlich unbedenklich in reiner Form
  • Unterstützt die Wundheilung laut Cleveland Clinic – medizinische Fachinstitution
  • Schützt die Haut als Barriere gegen Umwelteinflüsse

Nachteile

  • Formaldehyd in manchen Glättungsprodukten – Gesundheitsrisiko (UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg)
  • Hitzebelastung bei der Glättung kann Haarbruch verursachen (Elithair – Haartransplantations-Klinik)
  • Protein-Overload bei zu häufiger Anwendung von Keratinkuren möglich
  • Langzeitwirkung von oralen Ergänzungsmitteln nicht ausreichend erforscht

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Keratin ist ein Strukturprotein in Haaren, Nägeln und Haut (BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber).
  • Keratinbehandlungen können Frizz reduzieren und das Haar glatter erscheinen lassen (Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht).
  • Formaldehyd in manchen Produkten kann Reizungen der Atemwege verursachen (UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg).
  • Kreatin und Keratin sind chemisch unterschiedliche Substanzen (NIVEA Österreich – Haut- und Haarpflege-Marke).

Was unklar bleibt

  • Langzeitwirkungen von oralen Keratin-Ergänzungsmitteln sind nicht ausreichend erforscht (BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber).
  • Ob Keratin-Shampoos die Haarstruktur dauerhaft verbessern, ist umstritten (Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht).
  • Die tatsächliche Formaldehyd-Belastung in Salons wird nicht systematisch erfasst.

Stimmen aus der Wissenschaft und Praxis

„Keratin ist ein faserbildendes Strukturprotein, das in Haaren, Nägeln und der äußeren Hautschicht vorkommt. Es schützt die Zellen vor mechanischen Schäden und Umwelteinflüssen.“

Cleveland Clinic – medizinische Fachinstitution

„Keratin in Shampoos dringt nicht tief in die Haarstruktur ein, kann aber die Haaroberfläche glatter wirken lassen. Kleine Brüche oder Schäden an der Oberfläche des Haares können verschlossen werden.“

– Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht

„Bereits 2010 warnten wir vor neuartigen Haarglättungsmitteln, die verbotenes Formaldehyd enthalten. Die Mittel stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für die Anwender und Beschäftigte in Salons.“

– UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg

„Zu häufige oder zu konzentrierte Keratinkuren können einen Protein-Overload verursachen, bei dem das Haar steif und brüchig wird – ein Effekt, den viele Anwender nicht erwarten.“

– Elithair – Haartransplantations-Klinik

Fazit: Was bleibt von Keratin?

Keratin ist kein Wundermittel, aber auch kein Hype. Es ist ein biologisch essenzielles Strukturprotein, das Haare, Nägel und Haut zusammenhält. Die Kosmetikindustrie nutzt diesen Effekt – mal sinnvoll, mal übertrieben. Wer Keratin-Shampoo oder -Kuren verwendet, profitiert von glatterem Haar, solange er nicht übertreibt. Wer eine Glättungsbehandlung plant, sollte unbedingt auf formaldehydfreie Produkte achten und die Hitzebelastung im Blick behalten. Für Verbraucher in Deutschland und Österreich, die Wert auf gesunde Haare und Nägel legen, ist die Entscheidung klar: natürliche Quellen und formaldehydfreie Pflegeprodukte nutzen, auf orale Wundermittel verzichten und die Verwechslung mit Kreatin vermeiden.

Häufig gestellte Fragen zu Keratin

Kann Keratin Haarausfall stoppen?

Nein. Keratin kann die Haarstruktur verbessern und Frizz reduzieren, hat aber keinen Einfluss auf den Haarausfall an der Wurzel. Die Elithair – Haartransplantations-Klinik stellt klar: Eine Keratinbehandlung beeinflusst nicht das Haarwachstum und nicht den Haarausfall.

Ist Keratin-Shampoo für jeden Haartyp geeignet?

Ja, grundsätzlich schon. Die Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht bestätigt, dass Keratin-Shampoos die Haaroberfläche glatter machen können. Bei feinem Haar sollte man es aber nicht übertreiben, da Protein-Overload das Haar steif machen kann.

Wie lange hält eine Keratin-Glättung?

Je nach Produkt und Haartyp hält die Wirkung einer professionellen Keratin-Glättung zwischen zwei und sechs Monaten. Die Haltbarkeit hängt von der Haarstruktur, der Pflege danach und der verwendeten Formel ab.

Enthält Keratin Formaldehyd?

Keratin selbst enthält kein Formaldehyd. Allerdings wird Formaldehyd in manchen Glättungsprodukten als Konservierungsmittel oder zur Versiegelung eingesetzt. Die UA-BW – Regulierungsbehörde Baden-Württemberg warnt seit 2010 vor den Risiken. Achten Sie auf formaldehydfreie Kennzeichnungen.

Kann man Keratin einnehmen?

Ja, es gibt Keratin-Ergänzungsmittel in Kapselform. Die Langzeitwirkungen sind jedoch nicht ausreichend erforscht. Die BIO-H-TIN – Haarpflege-Ratgeber empfiehlt, auf eine ausgewogene Ernährung mit proteinreichen Lebensmitteln zu setzen, statt auf Nahrungsergänzungsmittel.

Ist Keratin vegan?

Keratin aus tierischen Quellen (Eier, Fleisch, Fisch) ist nicht vegan. Es gibt aber pflanzliche Alternativen, die die körpereigene Keratinproduktion fördern, sowie synthetische Keratin-Analoga in der Kosmetik.

Sind Keratinbehandlungen für Schwangere sicher?

Bei chemischen Glättungen mit potenziell formaldehydhaltigen Produkten raten viele Ärzte Schwangeren von der Behandlung ab. Für reine, formaldehydfreie Keratin-Shampoos und -Kuren gibt es keine spezifischen Bedenken, aber im Zweifel sollte vorher ein Arzt konsultiert werden.

Was ist besser: Keratin-Shampoo oder Keratin-Kur?

Eine Kur hat in der Regel eine höhere Konzentration an Keratin und Pflegestoffen und wird für eine intensivere Wirkung empfohlen. Shampoos reinigen zusätzlich und eignen sich für die regelmäßige Pflege. Die Süddeutsche Zeitung – dpa-Bericht weist darauf hin, dass Shampoos eher oberflächlich wirken.



Arthur George Morgan Cooper

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